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Sunday, August 24, 2025

Wenn das orthodoxe Gewissen spricht … Verbote sind keine Fesseln, sondern ein Weg zur Erlösung

 Wenn das orthodoxe Gewissen spricht … Verbote sind keine Fesseln, sondern ein Weg zur Erlösung


Verfasst von : Milad Korkis



Inmitten der Tage, die sich gierig nach den Begierden des Fleisches sehnen, in einer Welt, in der die Grenze zwischen Tugend und Sünde zu einem verblassenden Faden wird, erhebt sich die Orthodoxie wie eine Mutter, tief verwurzelt im Ursprung der Zeit. Sie ruft ihre Kinder, zieht sie nicht an den Kragen, sondern am Herzen, und sagt ihnen: "Ich bin nicht hier, um euch zu fesseln, sondern um euch zu befreien von dem, was euch niederdrückt, ohne dass ihr es bemerkt"


Sie ist keine Kirche aus Stein, keine starre liturgische Institution, sondern eine warme Umarmung, wie der Schoß der Mutter, wenn ihre Kinder den Weg verlieren

Im Herzen der Orthodoxie wird der Mensch nicht als verurteilter Sünder behandelt, sondern als verlorener Sohn, der würdig ist, zurückzukehren

Die Tür klopft nicht an den Kopf, sondern ans Herz

Denn der Herr wohnt nicht nur im Tempel, sondern in dem Wort, das mit Liebe gesprochen wird, in dem Blick, der Mitgefühl trägt, in der Hand, die nicht zurückweist, selbst wenn sie entlarvt


In der orthodoxen Lehre beginnen die Verbote nicht mit steinernen Gesetzen im Buch der geistlichen Polizei, sondern mit dem Gewissen, mit dem Herzen, mit dem tiefen Bewusstsein des Menschen für seine Würde als Sohn Gottes, als lebendiger Tempel des Heiligen Geistes, als Wesen, das nicht nur durch das, was es isst oder trägt oder begehrt, definiert wird, sondern durch das Licht in seinen Augen, durch die Wahrhaftigkeit in seiner Seele, durch die Treue in seinem Innersten


Jedes Verbot in der Orthodoxie ist eine Übersetzung der Ablehnung von Verletzung

Die Sünde ist nicht nur ein Akt gegen Gott, sondern zuerst gegen dich selbst

Sie ist Verrat an dir selbst, Verzerrung deines ursprünglichen Bildes, eine Rückkehr in die Dunkelheit, nachdem du das Licht gekostet hast

Verbote sind keine Scheren, die deine Flügel schneiden, sondern Verkehrsschilder, die dich davon abhalten, in einen Abgrund zu stürzen, aus dem es keine Rückkehr gibt


Wenn man sagt: Ehebruch ist verboten, dann nicht, weil der Körper böse ist, sondern weil der Herr ihn geheiligt hat, ihn zum Gefäß der Liebe gemacht hat, nicht zum Werkzeug flüchtiger Begierde

Wenn man sagt: Lüge ist verboten, dann nicht, weil das Wort schlecht ist, sondern weil das Wort geschaffen wurde, um Leben zu geben, nicht zu täuschen

Wenn man sagt: Hochmut ist Sünde, dann weil der Mensch geschaffen wurde, demütig wie Christus zu sein, nicht ein Pfau, der auf der Asche anderer tanzt

Wenn man sagt: Abtreibung ist verboten, dann weil jeder Herzschlag im Mutterleib ein kleines Gebet zum Himmel ist

Wenn man sagt: gleichgeschlechtliche Beziehungen sind falsch, dann weil der Herr Mann und Frau geschaffen hat, und alles andere ist eine Verzerrung des göttlichen Plans, kein Ausdruck von Vielfalt


Die orthodoxe Freiheit ist keine schrankenlose Freiheit, sondern ein Ruf, das zu lieben, was Gott liebt, und das abzulehnen, was Sein heiliges Herz ablehnt

Freiheit bedeutet nicht, alles zu tun, was du willst, sondern das Richtige zu tun, auch wenn du es nicht willst

Wahre Freude beginnt nicht mit Lust, sondern mit Reinheit

Die Kirche verurteilt den Sünder nicht, sondern liebt ihn und begleitet ihn zur Buße

Die Kirche ist kein Gerichtssaal, sondern ein Krankenhaus

Der Priester ist kein Richter, sondern ein Arzt, der dir das Rezept der Erlösung gibt


Die orthodoxe Frau wird nicht eingeschränkt, weil sie eine Frau ist, sondern geehrt, weil sie Trägerin des Lebens ist

Daher wird von ihr erwartet, dass sie nicht abtreibt, nicht weil sie Sklavin eines Gesetzes ist, sondern weil sie Mitschöpferin mit Gott ist

Ihr Körper ist ein Tempel, nicht ein Markt

Deshalb wird von ihr Bescheidenheit erwartet, nicht aus Scham, sondern aus Ehrfurcht

Und sie wird nicht zum Priestertum berufen, nicht aus Diskriminierung, sondern weil der Herr für jeden eine Rolle in Seinem Plan hat


Der orthodoxe Mann wird nicht von Genuss und Führung ausgeschlossen, sondern er wird zur Verantwortung berufen

Er soll kein Tyrann, sondern ein Hirte sein

Kein Unterdrücker, sondern ein Beschützer

Er soll seine Frau lieben wie Christus die Kirche

Er soll seine Kinder mit Glauben erziehen, nicht mit Angst

Er soll in sich selbst ein Bild der Gnade sein in einer Welt, in der Männer zahlreich, aber echte Männer selten sind


Die Verbote in der Orthodoxie sind keine Liste an der Wand, sondern eine Liebesgeschichte mit Gott, die keinen Verrat duldet

Sie sind keine trockenen Gesetze, sondern ein ständiger Ruf zur Umkehr

Jedes Fasten ist ein Sieg über die Begierde

Jedes Bekenntnis ist eine Zerstörung der Lüge, die wir über Gottes Antlitz schreiben

Jede Eucharistie ist eine Erinnerung, dass wir zum Leben geschaffen wurden, nicht zum Untergang


Die Orthodoxie lehnt Sünde in all ihren Formen ab, aber sie öffnet ihre Arme wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn

Sie flüstert: "Komm zurück, ich bin deine Mutter, nicht dein Gefängniswärter"

Die Verbote sind nicht das Ende deiner Freiheit, sondern ihr Schutz

Sie erinnern dich daran, wer du bist

Sie führen dich zurück zu dir selbst, zu Gott, zum Licht in dir



#MXR #milad_korkis #ميلاد_كوركيس 

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